Nachrichten-Blog

Bericht von Langs im Juli 2022
Mitarbeiter weltweit | Veröffentlicht am 22.07.2022

Hallo liebe Stami-Leute,

im Mai waren wir bei euch in Gießen und haben ein wenig von unserer Arbeit bei OM und darüber hinaus erzählt. Heute machen wir mal einen kurzen Zwischen-Stopp und nehmen euch mit hinein in unseren Alltag, was uns gerade so beschäftigt.

Ralf

Ich bin ja zuständig für die Betreuung von Langzeitmitarbeitern. Das ist vielseitig und immer wieder neu, auch wenn es wiederkehrende Abläufe gibt. Jeder einzelne Mensch und jede Familie hat die eigene Geschichte auf dem Weg in die Einsätze. Das ist es, was die Arbeit spannend macht.
Momentan betreue ich in Mosbach eine Familie, die auf die Philippinen will, eine Familie, die in die Slowakei will und einen Informatiker für das Heimatbüro in Mosbach.
Daneben sind es vor allem Gespräche mit den Leuten im Ausland, die wichtig sind.
Seit Monaten mache ich mir Sorgen um einen Mitarbeiter, der seit Corona fast nur noch negative Nachrichten in seinem Whatsapp-Status hat. Was geht in ihm vor? Wie ist seine Situation. Das ist über die Entfernung nicht immer leicht zu beurteilen.
Eine Baustelle der letzten Monate war auch unsere "neue" Personalsoftware. Mittlerweile ist sie im Einsatz. Ich denke aber, dass wir in absehbarer Zeit für OM Deutschland auch noch Entscheidungen für andere Programme treffen müssen, denn unsere jetzige Adressdatenbank kann manche Dinge im Fundraising nicht abbilden. Mal sehen, ob ich da dann auch dabei sein werde ...

Anfang Juli hatten wir hier unser OM-Freundestreffen. Das war das Sahnehäubchen auf meiner Arbeit. Endlich waren mal wieder viele (Ex)-OMer hier in Mosbach.
Zwei Begegnungen haben mich sehr bewegt: 1. Eine Missionarin erzählte mir, dass sie vor Jahren für einen Einsatzteilnehmer gebetet hatte und nun hatte sie gehört, dass er mittlerweile Pastor geworden ist. 2. Ich traf eine ehemalige Mitarbeiterin mit ihrem Mann. Sie hatte einen runden Bauch und ein Kind auf dem Arm - vor Jahren hatte ich für sie gebetet, dass sie Kinder bekommen mögen!
Das Gebet ist manchmal weit weg für mich, doch ich habe mal wieder gemerkt, dass unserem Gott nichts unmöglich ist. Und er will, dass wir beten.

Ab und zu muss ich schwierigere Briefe schreiben. Auch das kommt in einem christlichen Werk vor: Mitarbeiter, die eine andere Sicht auf die Situation haben als ich. Gerade wenn es um Themen wie Berufung oder Mitarbeit geht, kann es doch nicht sein, dass Gott mir etwas ganz anderes sagt als dem anderen, oder vielleicht doch? Das wird ziemlich spannend werden.

Als ganze Familie gehen wir hier in die örtliche Gemeinde. Ich arbeite schon seit vielen Jahren gerne im Kindergottesdienst mit. Mir ist es wichtig, auch als Mann mit dabei zu sein und den Kindern Gott lieb zu machen. Darüber hinaus gibt es für mich ein neues Projekt: wahrscheinlich werde ich in der Schule unserer Kinder beim Projekt „Rückenwind“ mit einsteigen und in Mathe Nachhilfe geben. Mal sehen, ob das etwas wird.Ralf und Ursula Lang

Ursula

Ich bin bei OM für diejenigen zuständig, die aus dem Ausland in die Heimat zurückkehren. Die Rückkehr gestaltet sich tatsächlich manchmal schwieriger als die jahrelange Vorbereitung hinaus ins Einsatzland, weil sie in ihrer Intensität und Dimension unterschätzt wird. Nicht nur die Leute selbst haben sich entsprechend ihrem Einsatzland und ihrer Aufgabe verändert. Auch das Heimatland und die Menschen „zu Hause“ haben sich in der Zeit der Abwesenheit weiterentwickelt – und mit großer Wahrscheinlichkeit in anderer Weise als die OM‘er selbst. Das wird öfters als empfindliche kulturelle Lücke wahrgenommen. Darum ist es sehr wichtig, das Erlebte im Nachhinein zeitnah noch einmal zu besprechen, einzuordnen, vielleicht sogar weitere Hilfe in Anspruch zu nehmen und das, was nun vor ihnen liegt, vorzubereiten. Spannend, immer wieder neu und sehr erfüllend.

Außerdem arbeite ich für ein paar Stunden pro Woche an der Rezeption von dem Gesundheits-Sanatorium „Casa medica“ in Mosbach. Das macht mir Freude und hilft uns natürlich auch finanziell. Besonders freut es mich, wenn ich mit Kollegen und Patienten in Gespräche komme, die nicht nur die Oberfläche betreffen, sondern auch schon mal tiefer gehen. Ein Sanatorium ist dafür sicher gut geeignet. Eine Riesen-Möglichkeit für mich, an einem „nicht frommen“ Arbeitsplatz mein ganzes Leben einzubringen.

Und dann sind ja auch noch unsere beiden Teenager-Jungs da, die natürlich noch Ralf‘s und meine Hilfe benötigen, wenn auch nicht mehr sooo viel, wie es früher gewesen ist.

Aktuell jetzt, Mitte Juli, habe ich einen positiven Corona-Bescheid erhalten. Also muss ich mich in Geduld üben, zu Hause bleiben. Ich hoffe auf einen milden Krankheitsverlauf.

Wir alle danken euch allen sehr, dass ihr uns schon so viele Jahre begleitet und unterstützt. Wir freuen uns über jedes Gebet, eure finanzielle Unterstützung, aber natürlich gerne auch über  Rückmeldungen von euch. Lasst uns in Kontakt bleiben. Wir sind gar nicht so weit von euch entfernt und Mosbach ist immer einen Besuch wert. Herzlich willkommen bei uns.

Eure Langs

Allgemeine Informationen

 


Neuigkeiten von Goldmanns
Mitarbeiter weltweit | Veröffentlicht am 23.06.2022

Hallo Stami

Viele Grüße aus Paraguay. Ein halbes Jahr unseres Freiwilligendienst ist vorbei, und ein halbes Jahr liegt noch vor uns. Wir wohnen bei einer paraguayischen Familie und helfen in einer kleinen christlichen Privatschule mit. Diese wird u.a. von einem engagierten Pastor geleitet, der gerne Probleme angeht und die Situation, vor allem für die Kinder, verbessern will.

In dieser Schule unterrichtet Fabian "Informatik", er zeigt wie man Word, Powerpoint, Excel und die kostenlosen Gegenstücke benutzt. Jacqueline unterrichtet in "Gastronomia", und erklärt, was eine gesunde Ernährung ausmacht. Ansonsten helfen wir noch im Näh- oder Schreinerkurs mit, kümmern uns um die Schulcomputer oder streichen in den Ferien. Einiges ist hier herausfordernd. Spanisch lernen braucht viel Zeit und oft gibt es Spontanität statt Planung.  

An anderem freuen wir uns immer wieder, wie an den tropischen Pflanzen mit den Papageien in den Bäumen oder unsere super liebe Gastfamilie. Wir lernen neue Gerichte kennen (z.B. Mbeju, fettige Stärkefladen, sehr lecker) und reisen durchs Land in Halbwüsten oder zu Indianern.

Wir sind Gott dankbar für die Möglichkeit hier zu sein und vermissen Gießen.

Viele Grüße

Jacqueline und Fabian