Nachrichten-Blog

Neue Mitglieder Juli 2022
Allgemein | Veröffentlicht am 22.07.2022

Willkommen in der Stami

In den letzten Wochen haben wir verschiedene Mitglieder aufnehmen können. Sie stellen sich hier nochmal allen kurz vor. Nach und nach könnt ihr sie alle hier im Nachrichten-Blog  finden. Viel Spaß beim Lesen.


Hi! Wir sind Benaya Keppler und Sophia Rudorf und seit Juni Mitglieder der Stami Gießen.

Wir beide studieren seit Oktober 2020 an der Freien Theologischen Hochschule Gießen, was uns viel Freude macht, aber auch herausfordert. Was uns auch sehr freut, ist, dass wir nächstes Jahr heiraten werden!

Vor dem Studium hat Sophia einen Bundesfreiwilligendienst in der Stami in Lörrach gemacht, bei dem sich ihre Leidenschaft für Gemeinde und Jugendarbeit verstärkt hat.

Benaya ist in Spanien aufgewachsen, da seine Eltern dort im Gemeindedienst tätig waren. Nach seinem Abi war er für zweieinhalb Jahre als Freiwilliger auf der Logos Hope, dem Schiff von OM, wo Gott sein Herz für Mission und Gemeindedienst entfachte.

Wir beide freuen uns, Teil einer vielseitigen und authentischen Gemeinde geworden zu sein, von der wir viel lernen, uns aber auch gut einbringen können.

Wir können uns gut vorstellen, uns nach dem Studium vollzeitlich als Pastoren im Reich Gottes zu engagieren. Wir haben eine große Leidenschaft für Jesus und dafür zu sehen, was er im Leben von Menschen bewirkt.


Guten Tag!

Ich heiße Detlef Guschwa, bin 1958 in Frankfurt am Main geboren und lebe in Fernwald. Meine „Lehr- und Wanderjahre“ führten mich nach Bad Liebenzell, wo der Wunsch in mir reifte, Buchhändler zu werden. 1983 zog es mich nach Gießen: Die Buchhandlung der Pilgermission ermöglichte mir die Ausbildung. Bis zu meiner Frühberentung arbeitete ich als Buchhändler bei Karstadt.

Die Leidenschaft für Bücher hat mich nie verlassen. Lesen und Vorlesen, aber auch Filme, Musik unterschiedlichster Richtungen, Gesang, Flora, Fauna, Wolkenhimmelsbilder gehören zu meinem Leben. Und was wäre das Dasein ohne Freunde und dem damit verbundenen Gedankenaustausch ...

Und ist gefunden worden

„Die Suche nach uns selbst und nach dem Ort, wo wir zu Hause sind, gestaltet sich deshalb so schwierig, weil wir letztlich nicht auf das Finden aus sind, sondern auf das Gefunden-Werden.
Zutiefst ahnen wir, dass wir uns selbst nur finden können, wenn wir von einem Gegenüber gefunden werden.
Entsprechend erkennen wir uns, wenn wir zum Glauben finden, wie selbst- verständlich als jemanden, der von Gott gesucht und gefunden wurde.“

H. J. Eckstein: Du liebst mich, also bin ich (Luk.15,1-32)

Ich möchte euch erzählen, wie Gott mich gefunden hat:

In der Osternacht 2020 las ich, wie Jesus zwei Männern in ihrer Traurigkeit begegnet. (Luk.24,13-35)
Ich war schon lange nicht mehr davon überzeugt, mein Heil bei den Philosophen zu finden. Eine seltsame Unruhe ergriff mich. Ich hatte große Sehnsucht nach Frieden und Geborgenheit. Nachdem ich das Emmaus-Ereignis gelesen hatte, betete ich. Ich fand JESUS und ich fand Ruhe, Frieden und Geborgenheit!

Nun bin ich hier bei euch in der Stadtmission Gießen.
Ich möchte meine geistliche Heimat bei euch finden und euch nach Kräften unterstützen.

Danke, dass ihr mich aufgenommen habt.


Bericht von Langs im Juli 2022
Mitarbeiter weltweit | Veröffentlicht am 22.07.2022

Hallo liebe Stami-Leute,

im Mai waren wir bei euch in Gießen und haben ein wenig von unserer Arbeit bei OM und darüber hinaus erzählt. Heute machen wir mal einen kurzen Zwischen-Stopp und nehmen euch mit hinein in unseren Alltag, was uns gerade so beschäftigt.

Ralf

Ich bin ja zuständig für die Betreuung von Langzeitmitarbeitern. Das ist vielseitig und immer wieder neu, auch wenn es wiederkehrende Abläufe gibt. Jeder einzelne Mensch und jede Familie hat die eigene Geschichte auf dem Weg in die Einsätze. Das ist es, was die Arbeit spannend macht.
Momentan betreue ich in Mosbach eine Familie, die auf die Philippinen will, eine Familie, die in die Slowakei will und einen Informatiker für das Heimatbüro in Mosbach.
Daneben sind es vor allem Gespräche mit den Leuten im Ausland, die wichtig sind.
Seit Monaten mache ich mir Sorgen um einen Mitarbeiter, der seit Corona fast nur noch negative Nachrichten in seinem Whatsapp-Status hat. Was geht in ihm vor? Wie ist seine Situation. Das ist über die Entfernung nicht immer leicht zu beurteilen.
Eine Baustelle der letzten Monate war auch unsere "neue" Personalsoftware. Mittlerweile ist sie im Einsatz. Ich denke aber, dass wir in absehbarer Zeit für OM Deutschland auch noch Entscheidungen für andere Programme treffen müssen, denn unsere jetzige Adressdatenbank kann manche Dinge im Fundraising nicht abbilden. Mal sehen, ob ich da dann auch dabei sein werde ...

Anfang Juli hatten wir hier unser OM-Freundestreffen. Das war das Sahnehäubchen auf meiner Arbeit. Endlich waren mal wieder viele (Ex)-OMer hier in Mosbach.
Zwei Begegnungen haben mich sehr bewegt: 1. Eine Missionarin erzählte mir, dass sie vor Jahren für einen Einsatzteilnehmer gebetet hatte und nun hatte sie gehört, dass er mittlerweile Pastor geworden ist. 2. Ich traf eine ehemalige Mitarbeiterin mit ihrem Mann. Sie hatte einen runden Bauch und ein Kind auf dem Arm - vor Jahren hatte ich für sie gebetet, dass sie Kinder bekommen mögen!
Das Gebet ist manchmal weit weg für mich, doch ich habe mal wieder gemerkt, dass unserem Gott nichts unmöglich ist. Und er will, dass wir beten.

Ab und zu muss ich schwierigere Briefe schreiben. Auch das kommt in einem christlichen Werk vor: Mitarbeiter, die eine andere Sicht auf die Situation haben als ich. Gerade wenn es um Themen wie Berufung oder Mitarbeit geht, kann es doch nicht sein, dass Gott mir etwas ganz anderes sagt als dem anderen, oder vielleicht doch? Das wird ziemlich spannend werden.

Als ganze Familie gehen wir hier in die örtliche Gemeinde. Ich arbeite schon seit vielen Jahren gerne im Kindergottesdienst mit. Mir ist es wichtig, auch als Mann mit dabei zu sein und den Kindern Gott lieb zu machen. Darüber hinaus gibt es für mich ein neues Projekt: wahrscheinlich werde ich in der Schule unserer Kinder beim Projekt „Rückenwind“ mit einsteigen und in Mathe Nachhilfe geben. Mal sehen, ob das etwas wird.Ralf und Ursula Lang

Ursula

Ich bin bei OM für diejenigen zuständig, die aus dem Ausland in die Heimat zurückkehren. Die Rückkehr gestaltet sich tatsächlich manchmal schwieriger als die jahrelange Vorbereitung hinaus ins Einsatzland, weil sie in ihrer Intensität und Dimension unterschätzt wird. Nicht nur die Leute selbst haben sich entsprechend ihrem Einsatzland und ihrer Aufgabe verändert. Auch das Heimatland und die Menschen „zu Hause“ haben sich in der Zeit der Abwesenheit weiterentwickelt – und mit großer Wahrscheinlichkeit in anderer Weise als die OM‘er selbst. Das wird öfters als empfindliche kulturelle Lücke wahrgenommen. Darum ist es sehr wichtig, das Erlebte im Nachhinein zeitnah noch einmal zu besprechen, einzuordnen, vielleicht sogar weitere Hilfe in Anspruch zu nehmen und das, was nun vor ihnen liegt, vorzubereiten. Spannend, immer wieder neu und sehr erfüllend.

Außerdem arbeite ich für ein paar Stunden pro Woche an der Rezeption von dem Gesundheits-Sanatorium „Casa medica“ in Mosbach. Das macht mir Freude und hilft uns natürlich auch finanziell. Besonders freut es mich, wenn ich mit Kollegen und Patienten in Gespräche komme, die nicht nur die Oberfläche betreffen, sondern auch schon mal tiefer gehen. Ein Sanatorium ist dafür sicher gut geeignet. Eine Riesen-Möglichkeit für mich, an einem „nicht frommen“ Arbeitsplatz mein ganzes Leben einzubringen.

Und dann sind ja auch noch unsere beiden Teenager-Jungs da, die natürlich noch Ralf‘s und meine Hilfe benötigen, wenn auch nicht mehr sooo viel, wie es früher gewesen ist.

Aktuell jetzt, Mitte Juli, habe ich einen positiven Corona-Bescheid erhalten. Also muss ich mich in Geduld üben, zu Hause bleiben. Ich hoffe auf einen milden Krankheitsverlauf.

Wir alle danken euch allen sehr, dass ihr uns schon so viele Jahre begleitet und unterstützt. Wir freuen uns über jedes Gebet, eure finanzielle Unterstützung, aber natürlich gerne auch über  Rückmeldungen von euch. Lasst uns in Kontakt bleiben. Wir sind gar nicht so weit von euch entfernt und Mosbach ist immer einen Besuch wert. Herzlich willkommen bei uns.

Eure Langs

Allgemeine Informationen

 


Grußwort von Familie Sewerin
Allgemein | Veröffentlicht am 01.07.2022

Liebe Freunde und Mitglieder der Stadtmission Gießen,

in ziemlich genau zwei Monaten starte ich meinen Dienst bei euch. Ein guter Zeitpunkt, um vorab herzliche Grüße zu senden und einen kleinen persönlichen Einblick zu geben.

Im Moment sind wir mit sehr vielen und sehr unterschiedlichen Themen gleichzeitig beschäftigt. Abitur- und Realschulabschluss bei zwei unserer Kinder, Wohnungs- bzw. Haussuche, den Abschluss in Hüttenberg gestalten, missionarisches Netzwerk „Missionet“, CGW Vorstand und meine Funktion als Vertreter der Hauptamtlichen, die schwere Krankheit meines Bruders oder die Jobsuche von Damaris, meiner Frau, und vieles mehr. Das kostet viel Kraft, ist aber auch sehr spannend.

Besonders wohltuend empfinden wir, dass Gott unseren Weg nach Gießen ganz offensichtlich bestätigt und uns reich segnet. Damaris hat beispielsweise gleich zwei sehr gute Stellenangebote erhalten. Und bei unserer Suche nach einem Haus hat uns ein befreundetes Ehepaar ein tolles Grundstück zu einem fairen Preis in Lützellinden angeboten – nachdem Gott ihnen aufs Herz gelegt hatte, dieses Grundstück zu kaufen, obwohl sie es gar nicht brauchten. Oder letzte Woche hat uns eine eher weitläufige Bekannte völlig überraschend ein zinsloses Darlehen angeboten. Wir können nur staunen, zumal uns gerade das Thema Haus und Wohnen im Hinblick bei unserer Entscheidung für Gießen große Sorgen bereitete. Und jetzt öffnet Gott eine Tür nach der anderen.

Das ermutigt uns sehr, und so schauen wir mit gespannter Freude auf die bevorstehende Zeit in der Stadtmission Gießen – gespannt, weil viel Neues und Überraschendes auf uns zukommen wird. Es gibt ganz sicher viele Schätze zu entdecken und Potential, das entfaltet werden möchte. Und genau darauf freuen wir uns auch, wenn wir ab September die Gemeinde und euch persönlich kennen lernen. Eine meiner Lieblingsstellen im Neuen Testament drückt es so aus:

Wir sind ganz und gar Gottes Werk. Durch Jesus Christus hat er uns so geschaffen, dass wir nun Gutes tun können. Er hat sogar unsere guten Taten im Voraus geschaffen, damit sie nun in unserem Leben Wirklichkeit werden. (Epheser 2,10 Gute Nachricht Bibel)

Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit euch zu entdecken, was für Meisterwerke Gottes wir sind, welche unglaublichen Potentiale Gott in uns angelegt hat, und wie sich all das ganz praktisch zum Segen für die Menschen verwirklichen soll.

Wir wünschen allen einen schönen Sommer und bis bald!

Eure Familie Sewerin